Sonnenfalter

Wie die Flügel des Schmetterlings sind die Dächer der beiden Wohnflügel die Kollektorflächen. Der eigentliche Widerspruch zwischen der idealen Dachneigung zum Zweck der Modulanbringung einerseits und der Dachneigung (Baukörperorientierung) im Hinblick auf Energiegewinne und Verluste andererseits wird gelöst, indem der sich nach Norden öffnende Baukörper im Dachgeschoss als Puffer ausgebildet wird. Dadurch wird die kalte Nordfassade minimiert und zusätzlich Raum geschaffen für semitemperierte Atelierflächen, die sich funktional (Malkurse, Ausstellungen …) in das Kulturkonzept der Solarsiedlung einfügen.

Sonnenfalter, Solarsiedlung Warnitz/ Uckermark

Die Flügel des Schmetterlings funktionieren wie Solarkollektoren bzw. -reflektoren. Ihre Oberflächen reflektieren einerseits die Sonnenwärme auf den Körper, zusätzlich wird über winzige Adern Wärme aus den Flügeln in den Körper transportiert – ein perfekter Wärmetauscher.

Architekturwettbewerb 2006: Photovoltaik im Gebäudeentwurf  (PV-im-Bau)

Modellgröße ca. 30×30, Pappe, Plexiglas, Kreide