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aha! Architekturvermittlung

aha! ist das neue Label der Archi­tek­tin Mar­ti­na Nad­an­sky. aha! arbei­tet mit Kin­dern und Jugend­li­chen  in der Archi­tek­tur- und Raum­ver­mitt­lung. aha! prä­sen­tiert auf die­sen Sei­ten Pro­jek­te mit ver­schie­de­nen The­men­schwer­punk­ten, allen Alters­grup­pen und unter­schied­li­chen Metho­den. aha!

Und jetzt noch ‘mal ganz philosophisch …

Wahr­neh­mung und das Erle­ben von Raum gehö­ren zu den grund­le­gen­den und aller­frü­hes­ten Erfah­run­gen des mensch­li­chen Daseins. Wir sind immer und über­all von Raum umge­ben. Gemeint ist im Rah­men die­ser Betrach­tung der archi­tek­to­ni­sche, gebau­te Raum. Archi­tek­tur, Städ­te­bau, Frei­raum­pla­nung, Innen­ar­chi­tek­tur und Design prä­gen in gestalt- und form­ge­ben­den Pro­zes­sen und Objek­ten unse­re Umwelt und unser täg­li­ches Leben. Sie sind Aus­druck unse­rer Kul­tur und wer­den doch oft nur unbe­wusst wahr­ge­nom­men und ganz selbst­ver­ständ­lich in Anspruch genom­men.

Die ers­te Begeg­nung der Leben­den, der Men­schen und Tie­re, Pflan­zen und Wol­ken, ist, den Raum in Besitz zu neh­men. Es ist die ursprüng­lichs­te Offen­ba­rung von Gleich­ge­wicht und Dau­er. Der ers­te Daseins­be­weis ist die Besitz­ergrei­fung des Rau­mes “ (Le Cor­bu­si­er 1953: 27) [1]

Genau­so selbst­ver­ständ­lich wie das Nut­zen von Raum könn­te jedoch die For­de­rung nach dem bewuss­ten Ver­ste­hen von Raum sein. Denn Tat­sa­che ist: Man kann nicht nicht von Raum umge­ben sein, eben­so wie man nach Paul Watz­la­wick [2] nicht nicht kom­mu­ni­zie­ren kann. Es kommt also auf die inne­re Hal­tung an, auf die Ent­wick­lung eines mög­li­chen Ver­ständ­nis­ses für die inne­ren Zusam­men­hän­ge. Da die­se eine kul­tu­rel­le Errun­gen­schaft ist, geht es hier um die Ver­mitt­lung die­ser Fähig­kei­ten.

[1]    Le Cor­bu­si­er (1953) Der Modulor, S. 27

[2]    Paul Watz­la­wick, Mensch­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on S.53. Watz­la­wick, geb.1921, ist ein öster­rei­chi­scher Psy­cho­the­ra­peut und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wis­sen­schaft­ler. Sei­ne Theo­rie vom meta­kom­mu­ni­ka­ti­ven Axi­om geht davon aus, dass jedes Ver­hal­ten eine Art der Kom­mu­ni­ka­ti­on dar­stellt. Ver­hal­ten hat kein Gegen­teil, man kann sich also nicht nicht ver­hal­ten. Dar­aus folgt, dass es unmög­lich ist, nicht zu kom­mu­ni­zie­ren: „Man kann nicht nicht kom­mu­ni­zie­ren“.

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